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Circa einmal pro Monat organisieren wir in unserer Reihe "Let’s talk about …" einen Workshop, Impulsvortrag oder Talk. See what we've been up to!

INPUT: LET’S TALK ABOUT KOLLEKTIVE! Part 1 // K*WERK x Antje Prust

6.6.2021, 11–13 Uhr // Zoom

Wie wird man zu einem Kollektiv, wie bleibt man ein Kollektiv und wie macht man das, kollektiv arbeiten? Ein gleichermaßen pragmatisch-realistisches wie zärtlich-romantisches Input mit Antje Prust.

Antje Prust ist Regisseurin und Performerin. Sie studierte Schauspiel in Berlin und Performance Studies in Hamburg. Ihre interdisziplinären Arbeiten bezeichnet sie als Performance as Witchcraft – putting a spell on reality by performing otherness in action. Mit Theater, Video und immersiver Installation entwickelt sie Rituale eines gemeinsamen Erlebens anderer Möglichkeiten. Neben Soloprojekten kollaboriert sie regelmäßig mit anderen Künstlerinnen. Zusammen mit Natascha Moschini tourt sie als Galloppopvaultventured-Duo Ponydressing, einem Ponyversum als Popstarimitation. 2014 gründete sie mit anderen Künstler*innen das Kollektiv TALKING STRAIGHT, mit dem sie Simulationen in „Fremdsprache“ (einer erfundenen Kunstsprache) entwickelt. TALKING STRAIGHT war 2017–2018 Artist in Residence am Maxim Gorki Theater Berlin. Weitere Arbeiten entstanden und wurden gezeigt u.a. am Theater Aachen, nGbK Berlin, Kunsthaus Erfurt, Theater am Neumarkt Zürich, Münchner Kammerspiele, Theater Marburg, Haus am Lützowplatz Berlin und BONE Performance Festival Bern. Seit 2016 übernimmt sie Gastlehrtätigkeiten und Mentorate an der Universität Hildesheim (Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur), der Hochschule der Künste Bern (Fachbereich Theater und Y-Institut), Zürcher Hochschule der Künste (Fachbereich Theater) und der Hochschule für Schauspielkunst Berlin. Sie gibt Workshops in queerfeministischer Performancepraxis und Strategien von kollektiven künstlerischem Arbeiten. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist Antje im Ensemble des Schauspiel Dortmund.

www.antjeprust.de

WORKSHOP: LET’S TALK ABOUT GENDER! Part 1 // K*WERK x Ava Weis

15.5.2021, 11–15 Uhr // Zoom

Die Entstehung des K*WERK hatte von Beginn an das Sichtbarmachen von Diskriminierung und Ungerechtigkeit aufgrund von Geschlecht zum Ziel. Doch was hat sich seither verändert, welche Faktoren müssen wir noch bedenken und wie schaffen wir es, ein solidarisches Netzwerk zu sein?
Gemeinsam mit Künstler*in und Kritiker*in Ava Weis gehen wir in unserem Workshop den Problemen und Mythen des binären Geschlechtersystems auf den Grund. Gemeinsam stellen wir uns die großen Fragen rund um das Thema Geschlecht, werfen einen Blick auf die Entstehungsgeschichte der Geschlechterrollen, tauschen uns über Diskriminierung aus und lernen, wie wir uns gegenseitig unterstützen können.

Ava Weis ist Fotograf*in, Poet*in, Künstler*in, Kritiker*in, Journalist*in, Dozent*in und Kurator*in. In xierer künstlerischen Arbeit setzt xie sich fotografisch und schriftlich in meist fragmentarischer Form mit Körpern, Strukturen und Gefühlen auseinander, setzt Nähe und Klarheit dem Dunklen und Abgründigen gegenüber, sucht nach Sehnsüchten und Anziehung, erforscht Verschwiegenes und Verletzlichkeit. Xiere journalistische Arbeit erscheint u.a. in: Missy Magazine, Bücher Magazin, Fixpoetry, engels, trailer, Fischpott und Separée. Darüber hinaus gibt xie an der Junior Uni Wuppertal Kurse in Fotografie, Film und Schreiben. Anfang 2020 hat xie die Künstlerische Leitung für einen Abend im Rahmen des Festivals “Sound of the City” der Oper Wuppertal übernommen. Ehrenamtlich organisiert xie Ausstellungen in Utopiastadt, ist Türsteher:in für Yaya e.V. und im Freien Netz Werk Kultur aktiv. Xie hat an der Ruhr-Uni Bochum Philosophie, Orientalistik sowie ev. Theologie und an der Universität zu Köln Afrikanistik, Niederlandistik, Philosophie, Islamwissenschaften und Indologie studiert. Xier Schwerpunkt lag dabei auf Kunst, Literatur und Gender Studies.

www.avaweis.de

WORKSHOP: LET’S TALK ABOUT HEALTH! Part 1 // K*WERK x Christina Barandun

6.2.2021, 12–15 Uhr // Zoom

Deadlines, prekäre Arbeitsbedingungen, Leistungsdruck und Existenzängste: Auch wenn wir unseren Beruf lieben, mangelt es nicht an Faktoren, die auf Dauer psychische und auch physische Konsequenzen nach sich ziehen. Wie können Kunstschaffende in ihrem komplexen kreativ-chaotischen Arbeitsumfeld besser mit Stress und psychischen Belastungen umgehen? Wie können wir lernen, Grenzen zu setzen und unsere Ressourcen zu stärken? Wie können Künstlerinnen* verhindern, dass der Kunstbetrieb sie aufsaugt, während die Wolke der kreativen Glückseligkeit in weite Ferne rückt? Christina Barandun gibt in ihrer Arbeit praktische Hilfen, um hier und jetzt und innerhalb der bestehenden Systeme zu einem gesünderen Selbstverständnis zu gelangen, verkrustete Strukturen und ungesunde Verhaltensweisen zu hinterfragen: Für mehr (Selbst-)Fürsorge im künstlerischen Alltag und eine gesunde Haltung zur eigenen Arbeit.

Christina Barandun ist Theaterwissenschaftlerin, Stress- und Mentalcoachin und Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement an Theatern. Sie lebt in Bonn und arbeitet als Coach für Führungskräfte und Teams. In Verbindung mit Übungen aus der japanischen Kampfkunst Aikido gibt sie auch Seminare zu Stressbewältigung, Kommunikation und Konfliktlösung.

www.barandun.de

WORKSHOP: LET'S TALK ABOUT GENDER, RACE & INTERSECTIONS! Part 1 // K*WERK x Dr. Mithu Melanie Sanyal

16.1.2021, 12–14 Uhr // Zoom

In dieser Zoom-Veranstaltung versuchen wir gemeinsam einen großen Bogen zu schlagen. In einem Impulsvortrag spricht die Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin Dr. Mithu Melanie Sanyal über kulturwissenschaftliche Ansätze der Debatten zu Gender, Race und Intersektionalität. Wie haben sich die Diskurse in den letzten Jahren verändert, welche Strömungen gibt es und welchen Einfluss haben diese auf unsere Wahrnehmung? In einer offenen Fragen- und Diskussionsrunde unternehmen wir dann gemeinsam den Versuch einer Anbindung an unseren Alltag, individuelle Fragestellungen und Erfahrungen.

Dr. Mithu Melanie Sanyal studierte deutsche und englische Literatur an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und promovierte über die Kulturgeschichte des weiblichen Genitals. Aus ihrer Doktorarbeit entstand 2009 das Buch "Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts", das als Pionierarbeit zu diesem Thema gilt und in vielen Medien besprochen wurde. Für ihre Hörspiele und Features, hauptsächlich für den WDR, erhielt sie bereits dreimal den Dietrich Oppenberg Medienpreis der Stiftung Lesen. Sie arbeitet für diverse Sender und Zeitungen – wie BR, SWR, Deutschlandfunk, Bundeszentrale für Politische Bildung, DIE ZEIT, MISSY Magazine, SPEX, Konkret, Vice etc.

www.sanyal.de

WORKSHOP: LET'S TALK ABOUT MONEY! Part 1 // K*WERK x Stefanie Frauwallner

12.12.2020, 12–15 Uhr // Zoom

In diesem Zoom-Workshop lädt die Kulturmanagerin Stefanie Frauwallner dazu ein, den Gender-Pay-Gap zu schließen, die gläserne Decke zu durchbrechen, Intransparenz aufzuwerfen und fermentierte Machtverhältnisse zu transformieren. Wie können wir Fairness, Vielfalt & Austausch herstellen, unsere Ideale in Realität formen und gemeinsam ein gestärktes Selbstbild erzeugen, welches veraltete Strukturen aushebelt? Und wer kann uns dabei unterstützen?

Mit der Intention, Innovation und Entwicklung zu fördern, agiert Stefanie Frauwallner als Kulturmanagerin an der Schnittstelle zwischen Theater, Wirtschaft und Recht. Sie war als Geschäftsführerin und Mitglied des Direktoriums der Neuköllner Oper Berlin an einem Uraufführungshaus für Musiktheater tätig, hat als geschäftsführende Dramaturgin am Badischen Staatstheater Maßnahmen zur Erhöhung der Chancengleichheit umgesetzt und sich als Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Freien Darstellenden Künste für die Interessen von rund 25.000 Kunstschaffenden eingesetzt. Als Betriebsdirektorin der Akademie für Theater und Digitalität strebt Stefanie Frauwallner nach der Verlinkung von neuen Impulsen und bereits geschaffenen Strukturen. Ihre betriebs- und rechtswissenschaftliche Spezialisierung liegt im Bereich des Public- und Non-Profit-Management.

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